Sehr geehrte Mitglieder und Gäste,

hiermit möchten wir, der Versuchsring Ostholstein, Sie herzlich zu unserem Feldtag in Friedrichsthal am 1. Juli einladen. Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem letzten Jahr werden wir den Feldtag wieder zu zwei Terminen stattfinden lassen, morgens um 09.30 Uhr und nachmittags um 14.00 Uhr.

Anbei finden Sie die Einladung und die Anmeldung, lt. Corona-LandesVO dürfen wir draußen Gruppen bis 250 Personen bilden, es ist also keine Hektik bei der Anmeldung vonnöten. Trotzdem müssen wir alle Teilnehmer erfassen, daher bitten wir vorher um die Anmeldung.

Gäste sind herzlich Willkommen!

Um 17.30 Uhr möchten wir die bisher ausgefallene Mitgliederversammlung nachholen. Wir haben einen für alle Mitglieder wichtigen Tagesordnungspunkt, nämlich die dringend notwendige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

 

Die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln wird beeinflusst durch deren

- chemische Zusammensetzung,

- biologische Wirkung und

- physiko-chemische Eigenschaften.

Hafer profitierte durch die kühl-feuchte Witterung der letzten Wochen. Ein Teil der Bestände hat sich inzwischen so stark entwickelt, dass der Lagerdruck hoch ist. Wenn Hafer mehr als 450 Rispen/m2 bildet und sich die Halmbasis noch weich anfühlt, d.h. ein spitzes Messer nur mit einigem Druck durch den Halm dringt, sollte der Hafer unbedingt noch gekürzt werden.  

Die Schneelage im Februar (und März) und örtlich hohe Niederschläge im Mai haben in sandigen Böden zu einer Verlagerung von Kal-zium und Magnesium aus der obersten Boden-schicht geführt. Mit einem nennenswerten kapillaren Aufstieg aus dem Unterboden ist auf den überwiegend sandigen Standorten nicht zu rechnen. Auf Böden mit hohem Sorptionsvermögen, aber niedrigem pH-Wert bleibt Kalzium im unteren Krumenbereich an den Austauschern hängen.

Nach aktuellen Pflanzenanalysen ist die Magnesiumsituation in vielen Beständen knapp. Ursache dafür war die kühle Witterung mit geringer Verdunstung im Frühjahr, die zu geringem Massenfluss führte. Hohe Bodenfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Konzentration des Nährstoffs in den Bodenlösung reduziert wird.

Der bisherige Witterungsverlauf und das für die kommenden zwei Wochen prognostizierte Wetter lassen nicht erwarten, dass Ährenfusarien verbreitet eine große Rolle spielen werden. Ausnahme: Im Südosten, südlich der Donau, war es zweitweise warm und nass genug, dass auch mit F. graminearum zu rechnen ist. Zudem ist dort für den Zeitraum um den 6. Juni warmer Regen angekündigt, der mit der Weizenblüte zusammentreffen kann. Fusarien-Infektionen werden ausgelöst, wenn in die Weizenblüte hinein warmer Regen fällt und danach die Bestände wenigstens einen halben Tag lang nicht abtrocknen.

Moderne Pflanzenschutzmittel sind i.d.R. so gut formuliert, dass Zusatzstoff deren Wirkung kaum verbessern können. Nur wenn Pflanzenschutzmittel mit geringem Wasseraufwand, mit reduzierten Aufwandmengen ausgebracht, bei niedriger Luftfeuchte oder als Generika mit nicht definierten Zusatzstoffen gespritzt werden, können Additive zur Wirkungsverbesserung und Verlustminderung beitragen. Der Grund dafür besteht darin, dass dann die Menge an Zusatzstoffen reduziert wird.

Zusätzliche Informationen